Apfelkuchen // Zucker-, Gluten- und laktosefrei

Apfelkuchen aus „Backen ohne Zucker. Gluten- und laktosefrei“ von Sabine Perndl.

Sabine Perndl ist Humanenergetikerin aus Linz in Österreich und hat aufgrund der Unverträglichkeit ihres Mannes von Zucker, Gluten und Laktose diverse Rezepte kreiert und als Buch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Zum Aufbau bzw. Inhaltsverzeichnis des Buches möchte ich an Amazon verweisen, hier kann man einen Blick ins Buch werfen. Ich kann dazu nur sagen, dass sich die Autorin wirklich kurz hält, auf das Wesentliche beschränkt und vor allem nicht eine Ernährungsumstellung aufdrängt.

Das Buch ist eines von vielen, zum Thema „gesund bzw. backen ohne Zucker“, dass ich mir in unserer Stadtbibliothek ausgeliehen habe. Ich blätter die Bücher erstmal durch und hol mir von den Bildern einen Gustier, und versehe gleich mal alle Rezepte die mir ins Auge springe, mit einem post-it. In der zweiten Runde guck ich mir Einleitung, Rezepte, Zutaten und Kochanleitungen an. Und manchmal hört das Interesse an einem Buch spätestens an dieser Stelle auf, wenn mir mehrere Kriterien eben nicht passen. Wenn ein Buch gefühlte 30 Post-its bekommt und die getesteten Rezepte dermassen überzeugen, wird das Buch gekauft (so gewesen bei z.B. Grüne Küche auf Reisen). Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch „Backen ohne Zucker. Gluten- und laktosefrei“ vom ersten Eindruck her erstmal aussortiert habe. Irgendwie haben mich die Rezepte optisch einfach nicht „umgehauen“.

Ich hab es mir dann aber doch nochmal durchgeblättert und drei Rezepte markiert. Mein erster Versuch also der Apfelkuchen. Er sieht zwar nicht mal annähernd aus wie der Kuchen aus dem Buch. Eigentlich bin ich immer noch nicht sicher ob das Bild im Buch auch wirklich der Apfelkuchen sein soll 😉
Naja, vlt. sieht mein Kuchen ja beim nächsten Mal besser aus??? Ja richtig gelesen, beim nächsten Mal. Und nur auf das kommt es an: er wird auf jeden Fall nochmal gebacken! Er war nämlich wirklich richtig richtig gut! Er sah zwar aus wie ein großer Lebkuchen, war von der Konsistenz her auch sehr kompakt, aber geschmacklich war er astrein! Auf jeden Fall werde ich noch ein, zwei weitere Rezepte ausprobieren, mal sehen vielleicht kauf ich es ja doch noch …

Ich hab da ja immer meine Probierkinder, so kleine Allesfresser, so lange süß genug … Mein Sohn und seine Freunde lieben meine Kuchen, aber eben nur wenn genug Zucker drin ist 🙂 Hab bei meinen letzten zuckerfreien Versuchen auch schon mit schmerzhafter Ablehnung „iiiih“ zurechtkommen müssen. Und die Kleinen waren erst enttäuscht von mir 🙂 Aber bei diesem haben sie zugeschlagen.

So, lange Rede kurzer Sinn, auf gehts zum Rezept:

Die Zutaten:
4 Bio-Eier
150 g Butter, Zimmertemperatur
100 g Birkenzucker (ich habe Erythritol verwendet)
150 g Buchweizenmehl
100 g Reisvollkornmehl
1 TL Guarkernmehl (Mist, jetzt bemerk ich grad, dass ich das vergessen habe …)
1 TL Zimt
5-6 saftige, säuerliche Äpfel

Zubereitung:
Das Backrohr auf 180° C vorheizen. Ich habe Ober/Unterhitze genommen, leider gab es hier keinen Vermerk im Buch. „Zucker“ mit der weichen Butter schaumig rühren und nach und nach die Eier zugeben. Die beiden Mehlsorten gut mit dem Zimt vermischen und zum Buttergemisch fügen. Die Apfelstücke (ich habe zusätzlich ein paar Zwetschgenstücke dazugemischt) mit dem Teig vermengen. Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und bei 180° C ca. 40 Minuten goldbraun backen.

Anmerkung: Beim Abtippen der Zutaten hab ich festgestellt, dass ich Guarkernmehl nicht zugegeben haben. Unabhängig davon, dass ich es komplett überlesen habe, habe ich auch noch nie davon gehört. Also Dr. Google gefragt, es handelt sich um E 412 (Guar, Guarmehl), ein Füllstoff, Geliermittel, Mehlbehandlungsmittel, Verdickungsmittel. Ich hätte es jetzt spontan mit Speisestärke ersetzt. Vielleicht ist das der Grund warum mein Kuchen so fest wurde und optisch einem Brett ähnelte 🙂

PS: Mittlerweile hab ich den Kuchen ein zweites Mal gebacken. Statt dem beim letzten Mal vergessenen Guarkernmehrl habe ich 1 TL Speisestärke zugegeben … was am Aussehen, der Konsistenz sowie auch am Geschmack nichts änderte.

PPS: Tja ich geb es zu – mein Fehler – beim dritten Backversuch mit Guarkernmehl bekam das Ding nun auch die gewünschte Kuchenkonsistenz. Aaaaber: auch ohne diesem Gurkenmehl, ach nee, Guarkernmehl, hat der Kuchen absolut was. Ich nenn diese Variante einfach meinen Brotkuchen.

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